Kurzbeschreibung des Projekts

Die Bioökonomie kann als Grundlage für nachhaltigere Produktionssysteme und eine effizientere Nutzung natürlicher Ressourcen dienen. Die Region Lateinamerika und Karibik hat ein hohes Potenzial für die nachhaltige Nutzung ihres enormen natürlichen Reichtums; zugleich existieren jedoch Faktoren, die die Möglichkeiten der Bioökonomie einschränken, wie z.B. das Fehlen von Regulierungen, der begrenzte Marktzugang, fehlende Finanzierungsmöglichkeiten sowie unzureichende Forschungs- und Entwicklungskapazitäten. Kuba ist von dieser allgemeinen Situation nicht ausgenommen. Seit einigen Jahren fördert die Insel jedoch eine Agrar-, Technologie- und sozioökonomische Politik, die mit der bioökonomischen Perspektive im Einklang steht. In diesem Zusammenhang stellen sich zwei Fragen: Wie können die kubanischen Agrarsysteme und die Wissens- und Technologiebasis so gestärkt werden, dass eine territoriale Entwicklung auf Grundlage der Bioökonomie ermöglicht wird, und welche Transformationspfade in diese Richtung sind möglich und wünschenswert?

Das Projekt Cuban BioEconomy (CUBE) zielt darauf ab, den inter- und transdisziplinären Austausch zwischen Akteuren der Landwirtschaft und der Bioökonomie in Kuba und Deutschland zu fördern, um Wege zur Entwicklung und Konsolidierung von Wertschöpfungsnetzwerken zu erforschen, die zu einer territorialen Entwicklung beitragen können. Eine derart gestaltete Bioökonomie kann einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels und zur Ernährungssicherung v.a. in Kuba leisten. Ausgangspunkt des Vorhabens sind bestehende Kooperationen zwischen den deutschen und kubanischen Projektpartnern auf dem Gebiet der Bioökonomie, die nun sowohl inhaltlich und im Umfang ausgebaut als auch im Sinne einer langfristigen und dauerhaften Zusammenarbeit entwickelt werden sollen.

Laufzeit: 01.07.2021 – 30.06.2023

Finanzier: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Projektleitung

Projektleiter:

Prof. Dr. Oliver Frör, Institut für Umweltwissenschaften Landau, Universität Koblenz-Landau

Stellvertretender projektleiter:

Dr. Manfred Denich, Zentrum für Entwicklungsforschung, Universität Bonn

Koordinatorin:

MSc. Galia Figueroa Alfonso, Institut für Umweltwissenschaften Landau, Universität Koblenz-Landau

Partner in Deutschland

Das Institut für Umweltwissenschaften (iES; https://www.uni-koblenz-landau.de/de/landau/fb7/umweltwissenschaften), ist ein 2004 gegründetes interdisziplinäres Forschungszentrum an der Universität Koblenz-Landau. Es setzt sich aus 12 Arbeitsgruppen zusammen, die naturwissenschaftliche und sozioökonomische Disziplinen abdecken und sich allgemein mit den Umweltauswirkungen menschlicher Aktivitäten beschäftigen. Das iES betreibt transdisziplinäre Forschung über internationale Projekte auf drei Kontinenten, in denen es Stakeholder und Entscheidungsträger einbezieht, um Umweltprobleme von gesellschaftlicher Relevanz zu bewältigen.

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Das Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF; https://www.zef.de) ist ein internationales Institut der Universität Bonn, das inter- und transdisziplinäre Forschung zu entwicklungspolitischen Themen betreibt. Sie verfügt über ein PhD-Programm (BIGS-DR; https://www.zef.de/doctoral-program.html), das seit 1999 mehr als 700 Kandidaten aus aller Welt ausgebildet hat. Das ZEF betreibt mehrere Projekte mit Bezug zur Bioökonomie, darunter: i) Verbesserung der Ernährungssicherheit in Afrika durch erhöhte Systemproduktivität von biomassebasierten Wertschöpfungsnetzen (BiomassWeb; https://biomassweb.org/) und ii) Sustainable TRade and InnoVation transfer in the bioEconomy: From National Strategies to Global Sustainable Development Goals (STRIVE; https://strive-bioecon.de/).

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Partner in Kuba

Die experimentelle Weide- und Futtermittelstation (Estación Experimental de Pastos y Forrajes) „Indio Hatuey“ (EEPFIH; https://www.ihatuey.cu/) der Universität von Matanzas, Kuba wurde 1962 gegründet. Es handelt sich um ein Forschungszentrum, das sozioökonomische Aspekte und das Management von technologischer Innovation in ländlichen Gebieten untersucht. Das Zentrum trägt mit agro-ökologischen Produktionsmodellen, die die Nahrungsmittel- und Energieproduktion integrieren, zur nachhaltigen lokalen Entwicklung und dem Umweltschutz bei. EEPFIH fördert, unter Berücksichtigung der Gleichberechtigung der Geschlechter, die Entwicklung kohlenstoffarmer Gemeinden und verfolgt das Konzept einer Kreislaufwirtschaft, um Ernährungssouveränität auf nachhaltige Weise zu erreichen. In CUBE wird EEPFIH daher v.a. seine Erfahrungen mit der praktischen Umsetzung von Innovationen einbringen.

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Die Universität von Cienfuegos (UCf; www.ucf.edu.cu) wurde 1979 mit dem Ziel gegründet, eine integrale und kontinuierliche Ausbildung von Fachleuten zu fördern. Die UCf trägt durch Wissen und Innovation zur Wiederbelebung der sozioökonomischen Entwicklung von Cienfuegos und der kubanischen Gesellschaft insgesamt bei. Sie verfügt über mehrere Forschungszentren und vier Doktorandenprogramme: Erziehungswissenschaften; nachhaltige Energie und industrielle Technologien; lokale Entwicklung und Territorium; und Sozialstudien der Wissenschaft und Technologie. Die UCf hat mehrere Projekte im Zusammenhang mit den Prinzipien der Bioökonomie durchgeführt: unter anderem 1. das lokale landwirtschaftliche Innovationsprogramm; 2. Universitätsmanagement von Wissen und Innovation für die lokale Entwicklung; 3. die „Universität in den Bergen“; 4. ein Innovations- und Ausbildungsprogramm für nachhaltige landwirtschaftliche Entwicklung in Cienfuegos. In CUBE wird die UCf daher v.a. ihre Erfahrungen mit territorialen Entwicklungsprozessen einbringen.

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Das Universitätsnetzwerk für Wissens- und Innovationsmanagement für lokale Entwicklung (Red Universitaria de Gestión del Conocimiento y la Innovación para el Desarrollo Local, GUCID), das 2006 gegründet wurde, ist ein landesweites Programm des Ministeriums für Hochschulbildung, dessen Aufgabe es ist, akademische Einrichtungen als Wissens- und Innovationsagenten für die lokale Entwicklung zu fördern. Das GUCID-Netzwerk umfasst alle Universitäten und wissenschaftlichen und technologischen Forschungsinstitute des Landes. GUCID ist am Lehrstuhl für Wissenschaft, Technologie, Gesellschaft und Innovation (CTS+I) der Universität Havanna angesiedelt. In CUBE wird GUCID daher v.a. den Austausch mit interessierten Forschungseinrichtungen organisieren und den Wissenstransfer auf nationaler Ebene fördern. Durch die Kooperation mit GUCID als Programm des Ministeriums ist eine politische Unterstützung von CUBE gewährleistet. Dies wird sich auch auf die Qualität der Zusammenarbeit insgesamt positiv auswirken. Durch die unterschiedlichen Arbeitsschwerpunkte der Partnerorganisationen iES, ZEF, EEPFIH, UCf und GUCID können Synergieeffekte erzielt werden. Dies hat auch einen Mehrwert für die Partnereinrichtungen zur Folge, die sich durch CUBE gezielt mit der bioökonomischen Forschung und Praxis auseinandersetzen werden. Dabei können Erfahrungen in verschiedenen Bereichen und Regionen ausgetauscht und gegenseitige Lerneffekte erzielt werden.

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Die Holguin Agricultural Extension, Research and Training Unit (UEICA) ist für die Durchführung von Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsprojekten im Zusammenhang mit integralen Technologien für die landwirtschaftliche Produktion zuständig und bietet wissenschaftliche und technologische Dienstleistungen an, die dazu beitragen, den Wissensbedarf der Produzenten zur Förderung der Biodiversität, des Fortschritts der landwirtschaftlichen Erträge und der nachhaltigen Entwicklung zu befriedigen; zu diesem Zweck verfügt sie über ein Humankapital, das sich aus Doktoren der Wissenschaften, Mastern, Forschern und Spezialisten zusammensetzt.
Die Institution, die in der östlichen Region des Landes einzigartig ist, verfügt über mehr als drei Jahrzehnte an wertvoller Erfahrung in der landwirtschaftlichen Forschung, Beratung und Ausbildung. Die in nationalen und internationalen, territorialen, geschäftlichen und institutionellen Projekten entwickelten Maßnahmen zielten auf die Erhöhung der Vielfalt von Pflanzen- und Tierarten, die Erhaltung und Verbesserung des Bodens, die Produktion von Bio-Präparaten und Biopestiziden mit der Verwendung von natürlichen Pflanzen zur Kontrolle von schädlichen Agenzien, die Verwendung von lokalen Alternativen für die Produktion von Tierfutter, die Konservierung von Lebensmitteln und die Entwicklung von Mini-Industrien, die Stärkung von lokalen landwirtschaftlichen Innovationssystemen, die Verbesserung der Lebensmittelverfügbarkeit und die Verwendung von erneuerbaren Energien; Dieser Prozess wurde begleitet von Konferenzen, Workshops, Austausch, Messen und Festivals der Vielfalt und Technologien, Vorbereitung von Aktionsplänen entsprechend der diagnostizierten Nachfrage, Entwicklung von Aufbaustudiengängen, Diplomen, Spezialisierungen und Master-Abschlüssen.

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